Gute Vor-Sätze

Natürlich wäre es schön, das nächste Jahr vielleicht mit etwas weniger „Goldrand“ auf den Hüften zu durchleben. Ich sollte mehr Obst essen, und ja, eigentlich viel mehr Wasser trinken statt immer nur Kaffee. Mal wieder ein Buch lesen oder die ZEIT statt NETFLIX nach neuen Serien mit Suchtpotenzial zu durchforsten. Meine Pflanzen regelmäßig gießen. Und das nasse Handtuch nach dem Duschen nicht immer auf dem Bett liegen lassen. Aber ganz ehrlich: Das ist gar nicht so leicht. Irgendwie hänge ich an meinen schlechten Gewohnheiten.

Aus diesem Grund habe ich in diesem Jahr gute Vorsätze der etwas anderen Art gefasst – also eher: verfasst. Es folgt: Ein Fragebogen von mir für mich.

 

Bitte beginnen Sie die folgenden Sätze:

Ich habe mich mal vier Wochen lang vegan ernährt, Kaffee mit Soja- und auch mit Mandelmilch probiert, für nicht trinkbar befunden und ihn dann notgedrungen weggelassen – ich hatte sehr schlechte Laune morgens,

…und deshalb steht es nicht zur Debatte, auf Kaffee zu verzichten.

 

Wenn ich am Morgen die Wahl habe zwischen einem Butterbrot mit Leberwurst und einem vitalen Müsli mit Banane und Heidelbeeren, dann entscheide ich mich definitiv für das Butterbrot,

…und das erklärt vermutlich ein bisschen, warum ich Obst am häufigsten als Dekoration auf Kuchen zu mir nehme.

 

Ich lese momentan dreimal täglich „Conni geht aufs Töpfchen“ vor und zum Aufwachen, Einschlafen und zwischendurch sowieso „Feuerwehrmann Sam“,

…und deshalb ist es auch okay, sich abends im Zweifelsfall zum 27. Mal die Gilmore Girls anzuschauen, statt in der ZEIT zu blättern.

 

Ich trinke ja wie gesagt selbst viel zu wenig Wasser,

…und darum sollen sich die ollen Pflanzen mal nicht so haben.

 

Es ist um ehrlich zu sein nie meine Hälfte des Bettes, die dabei nass wird,

…und aus diesem Grund werde ich vermutlich auch morgen wieder mein nasses Handtuch auf der Matratze liegen lassen.

 

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr – möge es gute Vorsätze wahr werden lassen (oder die Gelassenheit bringen, es auch ohne hinzubekommen).

Bildquellen

  • edf: Christina Spill